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Sicherheit hat Konjunktur
Der aktuelle Kommentar aus:
Bergsteiger 4/2004
Über die vergangene ISPO rauschen nichts als Erfolgsmeldungen
durch den Blätterwald. Von Allzeit-Besucherrekorden und Ausstellerzuwächsen
wird berichtet, von zunehmender Orderbereitschaft seitens des Fachhandels
und von Bestnoten für Organisation und Rahmenprogramm. Eine
Presseinformation der Messe München GmbH beginnt mit dem Satz:
Ȇberaus positiver Verlauf der ispo winter 04 erzeugt
Aufbruchstimmung in der Branche«.
Erfreulich ist diese Meldung allemal - und für die Bergsteigerszene
sicher von Vorteil. Ob sie auch als Beleg gelten kann für den
lange ersehnten konjunkturellen Aufschwung, muss sich noch erweisen.
Denn ein nachhaltiger Aufschwung basiert auf entsprechendem Absatz.
Wie groß aber, so die naheliegende Frage, sind die Marktpotentiale
im Bergsportsektor?
Zwei voneinander völlig unabhängige Beobachtungen stimmen
optimistisch. Die erste: Wandern liegt nach allen aktuellen Untersuchungen
voll im Trend. Und die Hitze des vergangenen heißen Sommers
hat nach einstimmiger Auskunft der Hüttenwirte viele Menschen
in die Berge getrieben, die bislang an Seen und Meeren geblieben
sind. Wer weiß, vielleicht haben einige davon »Blut
geleckt«.
Die zweite: Unter dem begrifflichen Dach des »Risikomanagements«
ist eine Diskussion lebendiger denn je, die (auch) dem Beitrag der
Ausrüstung zur Sicherheit auf Tour neues Gewicht verleiht -
und insofern neue Begehrlichkeiten weckt. Die Branche hat das freilich
längst erkannt und ist in diese Richtung sehr aktiv geworden.
Jetzt sind wir Bergsteiger gefragt, vermeintlichen von tatsächlichem
Sicherheitsgewinn und sinnvolle von überflüssigen Anschaffungen
zu unterscheiden. Auf der ISPO wurde in dieser Hinsicht an beidem
so einiges präsentiert.
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