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Klettern bis 10+
Fünfzehn Stunden Autofahrt zu viert samt Gepäck im kleinen
Ford Fiesta. Vierzehn Tage Campingplatz und Dosenfutter. Eine einzige
Route. Für Außenstehende ist es kaum nachvollziehbar,
warum Kletterer durch ganz Europa und die Welt reisen, um sich dann
an zwanzig Metern Fels abzustrampeln, statt tolle Städte oder
fremde Landschaften zu genießen.
Das Prozedere beim Wiederholen schwieriger Routen am eigenen Leistungslimit
ist wie das Einstudieren einer Turnkür. Am Anfang stehen jämmerliche
Versuche an einzelnen Bewegungen und die großen Zweifel, sie
jemals aneinander reihen zu können. Nach einigen Stunden oder
Tagen fließen bereits einige "Moves" zu ganzen Passagen
zusammen. Und am Ende steht eine ganze Symphonie von Bewegungsabläufen.
Der eigene Körper wird zum Instrument, das man für eine
kurze Zeit perfekt beherrscht.
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"Haiku" 8a
Russan, Südfrankreich
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"Wichtjahr" 10
Kochel |
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"Deus malignus" 10-
Kochel |
Die meiste Energie steckte ich in Wiederholungen von Routen in
Kochel. Dort gelangen mir z.B. "Baby Basher" (X+) und
die "Wilden Kerle" (X). Ziemlichen Ehrgeiz richtete ich
auch auf südfranzösische Extremklassiker. In Buoux gelangen
mir z.B. Choucas (8a+) und La nuit du lezard (8a+), in Russan Pipeline
(8a+) und Maelstrom (8a+).
In Sachen alpines Sportklettern hat es mir die Südwand der
Schüsselkarspitze angetan. Die beiden spannendsten Routen waren
für mich der "Hexentanz der Nerven" (VII+/VIII-)
und "Locker vom Hocker" (VIII-). In den USA kämpfte
ich mich mit Francis, einem Amerikaner, durch die Salathé
(5.10, A3) am El Capitan.
Von 1989 bis 1997 war ich als freier Mitarbeiter in der renommierten
Kletterschule "Rotpunkt" tätig. Hierzu kann ich auf
meine Ausbildung zum "Trainer C Sportklettern" (DAV) und
zum Fachübungsleiter Skitouren" (DSV) zurückgreifen.
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