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Klettern: Erstbegehungen
Erstbegehungen im Gebirge sind aussergewöhnlich faszinierende
Erlebnisse. Man dringt in unbekanntes Gelände vor ohne zu wissen,
ob und wie schwer es weitergeht. Gleichzeitig ist man ständig
auf der Suche nach Sicherungsmöglichkeiten.
Auch eine mitgeführte Bohrmaschine ändert nur wenig daran,
denn wie soll man im senkrechten oder überhängenden Gelände
die Hände zum Bohren frei bekommen? Erst wenn eine Leiste oder
ein Löchlein gefunden ist, kann man dort seinen "Skyhook"
vorsichtig einhängen. Und dann hängst Du an einem Schnürchen,
das am "Himmelsfinger" zerrt. Du kauerst am Fels, ziehst
die Hilti vom Standplatz hoch, setzt den Bohrer an den Fels und
hältst die Luft an: Jetzt bloß nicht mit der Maschine
Richtung Tal fliegen!
Fotos oben: Zusammen mit Michael Hoffmann fand ich eine neue kletterbare
Linie durch die Fleischbank-Ostwand im Kaisergebirge - das Ergebnis:
"Zeichensprache", IX+/X-, 11 Seillängen.
Innerhalb von 20 Jahren habe ich mehr als 80 Kletterrouten in den
Schwierigkeitsgraden V-X erschlossen. Bei weitem die meisten davon
befinden sich in Kochel (Oberbayern). Ansonsten habe ich mein Engagement
als Routenerschließer gut verteilt: Bayerische Voralpen, Ammergauer
Alpen, Allgäu, Tirol, Gardasee, Finale Ligure und Thailand.
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| Klettern in Thailand - Foto:
Michael Hoffmann |
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